MariaDB Datenbank ~ MySQL-Fork

Mit MariaDB führt der MySQL-Gründer Michael ‘Monty’ Widenius nach dem Verkauf von MySQL an Oracle die weltweit populärste Datenbank als Opensource-Projekt weiter. Das ist eine tolle Sache, wenn man sich einmal vor Augen führt, wieviele Webprojekte Ihren Erfolg MySQL zu verdanken haben.

Auf PRO-LINUX.DE finden sich tolle Informationen zu den Features und Storage-Engines von MariaDB, u.a. auch der Hinweis, daß MariaDB 5.2.3 aufgrund der Kompatibilität zu MySQL 5.1.51 einen solchen MySQL Server problemlos im laufenden Betrieb ersetzen könne.

MariaDB ist eine MySQL-Abspaltung, die von MySQL-Gründer Michael »Monty« Widenius gegründet wurde und neben der eigenen Storage-Engine Aria (früher Maria, MyISAM-Nachfolger) verschiedene Serveroptimierungen und Patches aus der Gemeinschaft enthält.

MariaDB 5.2.3 ist in großen Teilen kompatibel zu MySQL 5.1.51, so dass es MySQL im laufenden Betrieb problemlos ersetzen kann. Mit OQGraph und SphinxSE enthält MariaDB 5.2 zwei neue Storage-Engines. OQGraph soll besonders für hierarchische Baumstrukturen und komplexe Graphen geeignet sein. SphinxSE kann mit einem integrierten Sphinx-Client für Textsuchen aufwarten. Zu den neuen Features in MariaDB 5.2 gehören eine verbesserte Nutzer-Statistik, mit deren Hilfe Server-Aktivitäten verständlicher werden sollen, sowie virtuelle Spalten, deren Inhalte stark von anderen Spalten und deren Änderungen abhängen und flüchtig oder persistent speicherbar sind.

Ein segmentierter Cache für MyISAM-Schlüssel soll entsprechende Datenbanken leistungsfähiger machen und die Nutzerauthentifizierung wurde in Plugins ausgelagert. So kann die Authentifizierung vom DBMS (mysql_native_password, mysql_old_password) oder vom Betriebssystem (socket_peercred) vorgenommen werden, daneben gibt es noch Plugins für einen Dialog mit dem Nutzer (two_questions, three_attempts).

MariaDB steht unter der GPLv2 und soll in vielen Fällen schneller als MySQL sein. Laut Monty Program enthält die Log-Datei für Slow Queries mehr Informationen als das MySQL-Pendant, was bei einer Verarbeitung durch Skripte zu Problemen führen kann. Ebenso ist es nur über Umwege möglich, zu MySQL zurück zu wechseln, wenn Storage-Engines verwendet werden, die nur in MariaDB verfügbar sind. MariaDB 5.2 ist als Quellcode und Binärprogramm erhältlich, daneben bietet Monty Program im Downloadbereich auch noch Pakete für verschiedene Distributionen an, darunter Debian, Ubuntu und CentOS. Nutzer von OpenSUSE und anderen RPM-basierte Distributionen finden den MySQL-Fork in den Repositorien des OpenSUSE-Build-Services.

Quelle: http://www.pro-linux.de/news/1/16383/mariadb-52-fertiggestellt.html

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